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Gedicht

Geschrieben während meiner Reha aus einer realen Beziehungsspannung heraus. Ein Gedicht über Ambivalenz, Bindung und die Angst vor echter Nähe – roh, direkt und ohne Auflösung, aber mit dem Mut zur Klarheit.

Zwischen Nähe und Angst

Weil nur du das verstehst:

Warum laufe ich dir nach?
Warum suche ich bei dir Schutz?
Warum schiebst du mich weg?
Warum bleibe ich trotzdem da?

Auf der einen Ebene
tun wir uns nicht gut,
auf einer anderen
aber sehr.

Warum ist das so?
Vor was hast du Angst?

Ich verstehe dich
und du mich
und dennoch
machst du mir auch Angst –
irgendwie.
Ich dir auch.

Haben wir Angst davor,
Menschen,
die uns wirklich verstehen,
in unser Herz zu lassen?

Was bist du für mich?
Was bin ich für dich?

Ich erzähle Leuten hier von mir
und die haben keinen Plan.
Du musst mir nur
in die Augen schauen
und ich weiß,
dass du es verstehst.

Du blickst
in mein Herz
und das ist
schön.

Du bist jetzt
ein Teil von mir.

Zwischen Nähe und Angst