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Gedicht

Eine für mich fremde Person inspirierte mich an einem öffentlichen Ort zu diesem Gedicht. Er hat mich tief berührt. Ich fragte ihn später ob ich ein Foto von ihm machen darf und er willigte freundlich ein. Das hat mir sehr viel bedeutet.

Staatsbibliothek

Now I am sitting here
in the Staatsbibliothek zu Berlin.
On a couch. Yellow.
Yesterday we lay together
on my grey one.
Tears in my eyes –
again.
Not weeping ;),
but something softer.
A sign I’m in connection with myself,
a quiet expression
of life moving through me.

So many layers of moments
resting on top of each other.
The weight of this building.
The spark of this moment
catching fire in me.

Across from me sits the man
with the pocket watch. Really!
We spoke about him yesterday.
He looks like he stepped out of another time.

Now time and space blend –
not linear,
but folded into one another.
No time.
No place.
Just this.

For a moment,
we met inside that stillness.
And we enjoyed it.
To accept that it was just a moment –
that’s the art.

You give me these moments
in the here and now.
And though I sit here alone –
I don’t feel alone.
I feel connected.
And that… is awesome.

//// zuvor:

Staatsbibliothek

Now I am sitting here
in the Staatsbibliothek zu Berlin.
Tränen in den Augen,
keinem Weinen gleich,
sondern in Verbindung zu mir,
als Ausdruck meines Lebensflusses.

Viele Momente liegen übereinander.
Die Wucht dieses Gebäudes.
Das Begreifen des Funkens im Moment.

Der Mann mit der Taschenuhr
sitzt mir gegenüber.
Wir sprachen gestern über ihn.
Er sieht aus wie aus einer anderen Zeit.

In diesem Moment
fließen Zeit und Raum im Einklang,
übereinandergelegt,
nicht linear.

Es gibt keine Zeit, keinen Raum,
nicht im Hier und Jetzt.

Einen Augenblick
haben wir uns gerade darin getroffen
und es genossen.

Zu akzeptieren,
dass es ein Augenblick war,
ist die Kunst.

Du gibst mir Momente
im Hier und Jetzt.
Das ist awesome!